7 Schritte zu einer gelungenen AR-Kampagne

 

Damit eine Augmented Reality Kampagne den entsprechenden Erfolg erzielt ist es wichtig, sich bei der Planung nicht ausschließlich auf die AR-Anwendung zu konzentrieren.

Die folgenden 7 Tipps sollen helfen zu verstehen, welcher Maßnahmen-Mix für eine gelungene AR-Kampagne ausschlaggebend ist:

1. Eine gute AR-Kampagne ist mehr als die App
Leider wird häufig der Fehler begangen, sich bei der Konzeption der AR-Kampagne ausschließlich auf die App und die dargestellten Inhalte zu konzentrieren. Das Resultat ist oft, dass dabei auf die Mehrwerte und die dazugehörige Promotion verzichtet wird.

Was ist der Mehrwert, den ich bieten möchte?

Wie ich in dem Beitrag http://www.raum3.at/augmented-reality-6-gute-gründe/ bereits erläutert habe, ist es erforderlich, dass der Mehrwert größer sein muss als der Aufwand die App zu laden. Nur wenn Ihre Kunden einen wirklichen Mehrwert in der AR-Anwendung erkennen, werden sie auch den Aufwand in Kauf nehmen, die App zu laden.

 

2. Eine gute AR-Kampagne muss auch beworben werden
Die Tatsache, dass Sie jetzt eine AR-Lösung anbieten, ist genauso wie die AR-Technologie selbst, neu für Ihre Kunden. Es ist daher wichtig sich Gedanken darüber zu machen, Wie und Wo Sie Ihre Kunden über Ihre AR-Kampagne informieren.

Besonders eignen sich dafür Veranstaltungen, wie Messen oder Ausstellungen bei denen Sie die Möglichkeit haben die AR-Anwendung vorzuführen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass ein kleiner AR-Bereich am Messestand, bestehend aus einem Roll-Up und einer Prospektablage für die nötige Aufmerksamkeit sorgt. Ein kleiner Info-Tisch kann dann zur Vorführung genutzt werden.

Haben Sie diese Möglichkeit nicht, so sollten Sie Ihren Kunden auf Ihrer Website einen Bereich (z.B. in Form einer Microsite) zur Verfügung stellen, auf der Sie mit Hilfe eines kurzen Promotion-Videos die Vorzüge der App aufzeigen und den direkten Link zum jeweiligen App-Store anbieten. Achten Sie dabei darauf, dass dieser Bereich für Smartphones optimiert ist, da viele Zugriffe voraussichtlich von mobilen Geräten kommen.

 

3. Erleichtern Sie Ihren Kunden den Weg zur AR-Anwendung
Der Weg zur App sieht (eigentlich) immer gleich aus:
Man hat eine Information, die auf die neue AR-Anwendung hinweist, und eine kurze Schritt-für-Schritt Anleitung wie man die App auf sein Smartphone bekommt. Da Apps heute vorwiegend über den Android Store und den Apple App-Store bezogen werden, sollten beide Symbole zusammen mit dem Namen der App gut sichtbar gemacht sein.

Ein zusätzlicher Link auf die Promotion-Seite ihrer Website und/oder ein QR tag können für zusätzliche Erreichbarkeit sorgen. Ihrer Zielgruppe sollte schnell und leicht verständlich aufgezeigt werden, wie man die App bezieht.

 

 

 

4. Ein gut erklärtes Interface sorgt für Übersichtlichkeit und mindert die Zugangshemmungen.
Sie müssen davon ausgehen, dass Ihre Kunden noch keine erfahrenen AR-Anwender sind. Daher sollten Sie Ihre App grundsätzlich wie folgt aufbauen:

Splash-Screen
Als Splash-Screen bezeichnet man einen Einstiegs-Screen der nicht interaktiv ist und nur ein paar Sekunden angezeigt wird.
Der Splash-Screen sollte Ihr Logo, den Namen der Anwendung und ein Key visual beinhalten.

Anwendung
Hier gibt es zwei Ansätze die es abzuwägen gilt:
Entweder Sie zeigen direkt das Kamera-Interface und beginnen sofort die AR-Inhalte zu tracken, oder Sie zeigen zuerst ein Einstiegsmenü.

In jedem Fall sollten Sie einen Menüpunkt “Hilfe” anbieten.
Nicht nur, weil es Ihnen ihre Kunden danken werden, sondern auch, weil speziell der Apple App-Store Ihre Anwendung schneller freigeben wird, wenn Sie zusätzliche Inhalte wie ein Video oder PDF anbietet.

 

 

 

 

AR-Screen
Es ist wichtig dem Anwender bei der AR-Erfahrung zu helfen.
Zeigen Sie zum Beispiel so lange eine Hinweis-Grafik an (“Halten Sie Ihr Smartphone über den Marker”) bis der User die AR-Anwendung aktiviert. Zusätzlich sollte Ihre Anwendung zusätzliche Feedbacks geben, die den Anwendern die Möglichkeit bietet, zu verstehen was gerade passiert.

Ist die AR-Anwendung aktiv, so können zusätzliche Tipps (“Bewegen Sie die Kamera um die Perspektive zu verändern”) helfen, das Erlebnis besser kennen zu lernen.

 

 

 

 

5. Design im dreidimensionalen Raum ist eigenwillig

3D Objekte
Die Gestaltung dreidimensionaler Objekte hat Eigenwilligkeiten, die man berücksichtigen sollte. Der Benutzer hat die Möglichkeit Objekte nun aus allen Winkeln zu betrachten und das sollte man auch im Vorfeld gut durchplanen.

Texte
Bei Schriften sollte generell im Hinterkopf sein, dass das Objekt vor einem realen Hintergrund dargestellt wird. Es kann daher leicht passieren, dass man die Schrift nicht lesen kann, weil der Hintergrund zu unruhig ist. Beachten Sie außerdem, dass man, wenn man sich um das Objekt bewegt die Schrift irgendwann als Spiegelschrift sehen wird.

Beispiel: Rotiert der Anwender die Kamera um das Objekt, wird das Logo irgendwann nicht mehr erkennbar. Eine sinnvolle Lösung wäre, das Logo beidseitig auf einer Fäche zu platzieren.

7. Den richtigen Marker finden
Um ein stabiles AR-Erlebnis zu gewährleisten muss der Marker gut gewählt sein. Flächen und grafische Elemente haben oft zu wenig markante Punkte um als Marker zu fungieren. Bilder und Fotografien mit starken Kontrasten eignen sich im Normalfall besser.

Achten Sie auch darauf, dass der Marker auf nicht-reflektierendem Material platziert ist. Spiegelungen und Reflexionen (z.B. auf lackiertem Papier) können zu Problemen führen.

 

6. Re-Newable Content sorgt für wiederkehrende Besucher
Einer der größten Vorteile von AR-Kampagnen ist, dass man den Inhalt jederzeit wechseln kann, ohne dabei den Marker (oft die gedruckte Information) oder die App zu tauschen.
Man muss lediglich den augmentierten Inhalt ersetzen und kann seine Kunden so kontinuierlich informieren, überraschen, oder auf den aktuellen Stand bringen. Planen Sie also von Anfang an erneuerbare Inhalte ein!

 

Wenn Sie diese Punkte beachten, dann steht Ihrer erfolgreichen AR-Kampagne nichts mehr im Weg.

Viel Erfolg!

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